Internet voll Dinge

Das “Internet der Dinge” war eines der kurzlebigen Meme auf der diesjährigen CeBit.

Und nachdem ich ein wenig darüber sinniert habe muss ich doch auch ein wenig schmunzeln, wenn ich mir vorstelle, dass mein Kühlschrank seinen Inhalt via RSS Feed an den Discounter meines Vertrauens bloggt, damit, falls die Schinkenwurst zu Neige zu gehen droht, auch wirklich welche da ist, wenn ich am Samstag wieder mit meiner ec-Karte bezahle. Oder wie mein Wecker morgens die Kaffeemaschine zum Vorheizen informiert, fahrende Autos auf der Autobahn automatisch einen Stau identifizieren oder mir meine Toilette eine umfassende Ernährungsberatung per E-Mail sendet.

Irgendwann kommt dann bestimmt auch der Tag, wo ich nach Hause komme, alle Herdplatten aktiviert sind, die Heizung auf 45° reguliert ist und die Toilettenspülung dauer aktiviert ist, weil ein Hacker es geschafft hat, das Internet der Dinge nach seinem Gusto umzulenken. Da bekommt der Begriff Firewall eine ganz neue Bedeutung!

Alles in allem gibt es sicherlich sinnvollere Anwendungen für miteinander vernetzte, kleine autarke Module: Logistik im größeren Stil als das private Einkaufen, atmende industrielle Produktionen und andere supply-chain Mechanismen. Ob das Internet der Dinge auf Basis der umstrittenen RFID Chips wirklich auch gesellschaftlich durchdrungen sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Über Sinn und Unsinn hat man sich jedoch auch schon bei den stinkenden pferdelosen Kutschen gestritten. Es bleibt abzuwarten, wie sich Menschen mit der scheinbar kopflos werdenden Technik zurecht finden werden.

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